Nachtlauf im Schnee

Eigentlich ist die Woche so voll, dass ich mich schon fragte, ob ich überhaupt irgendwann zum Sport komme. Und dann dachte ich heute Abend, auf dem Heimweg von einer nicht gerade stressfreien Fortbildung, dass ich vielleicht sogleich noch loslegen könnte.

Nun habe ich solche Gedanken zwar öfter, aber bis ich die zwei Stockwerke in meine Wohnung erklommen habe, sind sie eigentlich auch schon wieder Geschichte. Aber heute war es irgendwie anders, ich hatte das Gefühl, mich nochmal richtig auspowern zu wollen.

Da es schon nach 20 Uhr war, wollte ich eigentlich nur die kurze, flache, langweilige Runde durch den Park drehen. Aber irgendwie wollte ich dann doch viel lieber „in den Berg“, also auf meine Hausrunde. Und weil Schnee lag, war es auch meist hell genug, dass ich nur sehr selten mal die Stirnlampe anknipsen musste.

Was aber das eigentlich erstaunliche war: Trotz des langen Tages und trotz dunklem und glitschigen Untergrund lief es heute verdammt schnell. Und ich fühlte mich echt gut dabei – auf den letzten Kilometern hatte das durchaus etwas von fliegen. Meine Stoppuhr zeigte am Ende dann sogar die schnellste Zeit, die ich je auf dieser Strecke gelaufen bin. Und dass, obwohl ich bergab auf Grund der Bedingungen deutlich Tempo rausgenommen habe.

Nun kann ich also den Rest der Woche ohne schlechtes Gewissen mich wieder den anderen Aufgaben widmen… 😉

7 Antworten auf „Nachtlauf im Schnee“

  1. Ok, ok, Du hast natürlich Recht.
    Daher war ich heute auch mehr oder weniger spontan im Harz und hab da ca. 40km gekloppt. Irgendwann gibt es auch bestimmt dazu einen Bericht+Fotos…

  2. Nun, 50% des Rennens werden im Kopf entschieden. Und da ist neben den drei Standarddisziplinen mentale Stärke gefragt. Und 40km kloppen mit erfolgreichem Ausgang sind dafür bestimmt keine schlechte Voraussetzung…

  3. Soso,
    vielleicht glaubst Du mir ja nun endlich, was ich Dir schon vor so ungefähr 15 Jahren gesagt habe, nämlich dass Du ein wirkliches Talent für Ausdauersport hast…Du hast es immer abgestritten…tststs…

  4. Neinnein, abgestritten habe ich das ja nie. Ich hatte nur noch nie Lust gehabt, mehr als das nötigste zu tun! Und für den Hermann waren das halt immer so drei Monate – die bei neuen Herausforderungen auch mit noch so großem Talent sicher nicht ausreichen 😉

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