TSVE-Triathlon Bielefeld (Volksdistanz)

TSVE-Triathlon Bielefeld (10 Fotos)
TSVE-Triathlon Bielefeld (10 Fotos)

Mein zweiter (und vermutlich auch letzter in diesem Jahr) Triathlon über die Volksdistanz stand heute auf dem Programm: Im und um das schöne Senner Waldbad im Süden von Bielefeld. Ich weiß nicht, wie oft ich hier schon gestartet bin, vielleicht war’s heute sogar mein Zehnter. Zumeist entschloss ich mich sehr spontan am Vortag, vollkommen untrainiert nach über dreimonatiger Pause nach dem alljährlichen Hermann.

In diesem Jahr war mein Trainingszustand „umständehalber“ etwas besser, was den Vergleich mit den letzten beiden Ausgaben des TSVE-Triathlons nicht ganz uninteressant macht: 2007 startete ich klassischerweise spontan nach dreimonatiger Pause, im letzten Jahr fing ich sechs Wochen vorher mit der Anmeldung für den Ironman Frankfurt ja hochmotiviert wieder an, und heute kann ich nun auf ein Jahr mit regelmäßigem Sport zurückblicken…

Mein Schwimmfazit ist nicht sonderlich überraschend: Schwimmen kann ich immernochnicht und so habe ich mich dann entsprechend auch nicht bzw. nur marginal verbessert (Neoverbot im Waldbad, also Brustschwimmen…), vor zwei Jahren war ich 20 Sekunden langsamer, im letzten und diesen Jahr schwamm ich in etwa die gleiche Zeit. Was es vielleicht dann doch noch etwas besser dastehen lässt, ist die für mich neue Erfahrung, die komplette Distanz ohne Wasserschatten schwimmen zu müssen – von den acht Leuten auf meiner Bahn waren sechs einfach deutlich schneller, so dass ich schon nach zehn Metern den Anschluss verlor. Der achte war dann gar noch langsamer als ich.

Rad fahren war gut – ich hab nun endlich einen 35er Schnitt auf dem Tacho stehen, 35,1km/h, um genau zu sein. In Verl war ich daran ja noch knapp gescheitert, aber die Strecke dort hatte auch fiese 180°-Wendepunkte, wobei ich eigentlich in Verl subjektiv besser drauf war als heute. Am Ende benötigte ich für die Vier-Runden-Strecke heute rund drei Minuten weniger als in 2008 und 5 1/2 weniger als in 2007. Das Wetter war in diesem Jahr allerdings auch um Klassen besser als im letzten Jahr, wo es nass und kalt war. Heute waren es gut 20° und vor allem blieb es die gesamte Zeit trocken.

Mit der Laufstrecke in Senne werde ich mich wohl nicht mehr so richtig anfreunden. Sie beginnt gleich mit einer längeren, wenngleich nicht wirklich anspruchsvollen Steigung und ist gefühlt mindestens 6km lang (de facto sollen es 5,5km sein). Das ist insbesondere deshalb immer ein wenig frustig, weil der Bielefelder Triathlon kurz nach dem Verler ist, wo die 5km immer sensationell schnell sind. Dort lief ich den letzten Kilometer z.B. in 2’36“ 😉 Nach dem Radfahren hatte ich mich also mal wieder vollkommen verkalkuliert, als ich noch vage darauf spekulierte, mit der Gesamtzeit vielleicht unter 1:10 bleiben zu können. Dazu hätten allerdings die 5km in Bielefeld genauso lang sein müssen wie in Verl. – Wie dem auch sei, ich lief ein sehr konstantes Tempo mit wenig Luft nach oben und brauchte 25:15 für die Strecke. Im letzten Jahr waren es 27:00 und vor zwei Jahren 28:44.

Weitere Zeit eingespart habe ich beim ersten Wechsel, weil ich nun auch dazu übergegangen bin, mich nach dem Schwimmer nicht mehr abzutrocknen oder gar umzuziehen und eben gleich mit den Radklamotten ins Wasser zu hüpfen. So lange das Wetter gut ist, ist das auch kein Problem.

Meine Zeiten sehen damit wie folgt aus: 1:24.01 in 2007, 1:19.22 in 2008 und 1:13.10 in 2009. Ketzerisch könnte man jetzt natürlich die Frage stellen, ob sich der Aufwand von einem Jahr Training für eine Verbesserung von elf Minuten lohnt. Aber ich muss sagen: Der Spaßfaktor ist in diesem Jahr ungleich höher! Auch vor drei Wochen in Verl oder beim 10km-Sudbrack-Lauf vor zwei Wochen ging mir das ja schon so, dass es einfach richtig Spaß macht, einen solch kurzen Wettkampf komplett Gas zu geben. Und danach nicht wirklich kaputt zu sein. Auch heute war ich wohl noch nicht genug ausgelastet: Eigentlich hatte ich schon auf der Rückfahrt vom Triathlon wieder Lust, mich weiter zu bewegen, hatte aber zunächst anderes zu tun. Am Abend klappte es dann aber doch noch, und ich lief zusammen mit einem Freund, der sich den Hermann-2010 als Ziel gesetzt hat, nochmals eine Runde von vielleicht 8,5km. *Das* jedenfalls hätte ich vor zwei Jahren nicht geschafft (im übrigen aber wohl auch gar nicht gewollt…) 😉

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