Fast ein Trainingsmarathon…

Heute ging ich nach langer Zeit mal wieder laufen – und dann waren es vermutlich gleich knapp 39km. Wenn schon, denn schon… 😉 Allerdings war der Übermut wohl auch etwas zu groß, jedenfalls hab ich es nach 30, 35km schon ganz schön bereut. Eigentlich war ich sogar auf gutem Weg, die Marathondistanz noch zu toppen, aber auf den letzten Kilometern lief Holger aus Verl auf mich auf, der sein Auto an der Osningstraße geparkt hatte, dort auch noch eine Flasche Wasser versteckt hatte – und nach einigem Zögern konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, dort in sein Auto zu steigen, mit dem er mich bis vor meine Haustür brachte und er dadurch sogar auf ein Abendessen mit seinen Kindern verzichtete.

Über weite Strecken lief es allerdings ziemlich gut! Das Wetter war top und ich hatte mal wieder richtig Spaß am Laufen. Weil ich schon so lange nicht laufen war, wollte ich zwar durchaus mal wieder etwas länger laufen, aber an sich stellte ich mich auf 22 oder 25km ein. Ich nahm entsprechend auch nur einen halben Liter Isozeugs mit, was mir für  2-2 1/2 Stunden auch sicher gereicht hätte. Allerdings lief ich bei jedem potentiellen Wendepunkt einfach weiter, gerade weil es eben so gut lief. Für die Orstkundigen: Ich startete bei mir zu Hause, dann ging’s wie üblich auf die Promenade, dem Hermannsweg bis Gasthaus Deppe folgend, dann rechts in den Wald um den Berg herum bis zum Wandweg, dann Schopketal, Oerlinghausen, Tönsberg, Stapelager Schlucht und am Truppenübungsplatz entlang bis kurz vor der Panzerstraße in Augustdorf. Hier waren bereits über 2 Stunden und knapp 23km vergangen, so dass ich mich dann doch langsam mal auf den Rückweg machte.

Das Getränk wurde zwar langsam knapp, aber bis ins Schopketal war das noch halbwegs o.k. Spätestens dort merkte ich aber, dass ich doch ziemlich ausgetrocknet war – und gegessen hatte ich natürlich auch nichts. Am Wandweg lief dann wie beschrieben Holger auf mich auf, der zwar eigentlich deutlich fixer unterwegs war als ich mittlerweile, aber sich trotzdem meinem Tempo anpasste, so dass ich die folgenden 4, 5km nette Begleitung hatte. Allerdings ging bei mir da wirklich nicht mehr viel und so wahnsinnig kommunikativ war ich vermutlich auch nicht mehr.

Egal, am Ende waren es 38-39km mit rund 800 Höhenmetern, für die ich 3:45h brauchte. Wenn ich schon in letzter Zeit so selten laufe, dann darf’s eben auch mal ein bisschen länger sein. Meinen Einbruch nach gut 30km schiebe ich einfach mal auf zu wenig Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Insofern bin ich auch ganz zuversichtlich, dass ich im Herbst doch noch irgendwo einen Marathon laufen kann. Da gibt’s dann ja auch Verpflegungsstellen. 😉

Der Grund, warum ich aktuell nicht zu Sport komme, ist übrigens ganz einfach: Der August ist bei mir immer quasi der arbeitsintensivste Monat, weil die Fahrradmesse Eurobike ansteht, und ich da für den Delius Klasing-Verlag immer reichlich mit den Vorbereitungen für eine große Präsentation zu tun habe. Aus diesem Grund gab es zuletzt auch nur sehr sporadisch mal ein Blog-Update. Im letzten Jahr schrieb ich um exakt diese Zeit ja auch schon dazu einen Beitrag mit dem nach wie vor gültigen Titel „Keine Zeit…„. Ab Mitte September geht’s dann mit dem Sport auch wieder aufwärts.

2 Antworten auf „Fast ein Trainingsmarathon…“

  1. Hallo Lajos,

    was für eine (Tor)Tour…Ich bin neulich mal von Oerlinghausen nach Bielefeld gelaufen, das ist echt ein fieses Stück Hermannsweg, Schopketal u. so hatte ich gar nicht so schlimm in Erinnerung…

    wg. „keine Zeit“ , Nächsten Sonntag findet wieder die Queller RTF statt, bist du dabei u. wenn ja wie viele äh nein wann?
    Ich war Sonntag in Riesenbeck zum Kurztriathlon – hat wieder Spaß gemacht, vor allem das Wetter war besser als in Verl…;-)
    Aber auch sonst eine schöne Veranstaltung, schöner See, winkelige Radstrecke auf Wirtschaftswegen ( was teilweise zu einem gewissen RTF Feeling beim Radfahren führte…) mehr Breitensportler u. ein oranges T-Shirt ( gut geeignet zum Laufen im Dunkeln).

    Sehe gerade die Nachricht wg. IRONMAN Regensburg – ich zitiere mal aus der Ausschreibung:

    „Die anspruchsvollen über 1.500 Höhenmetern der Radstrecke werden mit Sicherheit den Sportlern nicht nur wegen der eindrucksvollen Landschaft in Erinnerung bleiben.“

    Und an der (dem?) Walhalla geht’s auch noch vorbei… Anscheinend geht der Trend zu selektiven Streckenprofilen, reicht den Leuten ein normaler Ironman nicht mehr? Oder geht es um die schöne Landschaft?

    Viele Grüße
    Heiko

  2. Hi Heiko,
    am Sonntag bin ich noch am Bodensee. Wenn ich dann zurück bin, ist alles wieder deutlich entspannter mit meiner Zeit, und vielleicht lässt sich dann ja auch mal die ein oder andere Tour oder Lauf gemeinsam realisieren. Ab dann kann ich zumindest auch etwas verbindlicher planen und bin nicht nur auf Spontaneität angewiesen…;-)
    Ironman Regensburg/Höhenmeter: 1500 Hm finde ich auf den ersten Blick nicht so wahnsinnig schlimm, Frankfurt hat gut 1000, Roth auch 1500, wobei Roth als sehr schnelle Strecke gilt (s. Frau Wellington…). Kommt halt auf die Anstiege an. Aber Selektion ist bei großen Feldern natürlich grundsätzlich gewünscht, damit nicht nur gelutscht wird.
    Ich melde mich dann jetzt mal ab – mehr nach der Eurobike!
    L.

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