Marathonwochende auf dem Rad: an zwei Tagen 360km mit 3.700 Höhenmetern

Am ersten Mai stand ein erster Radmarathon auf dem Programm: Die Zugvogel-RTF mit 207km, was insgesamt ohnehin erst das zweite Mal in meiner „Karriere“ dass ich über 200km fuhr. Allerdings war ich mir nicht ganz so sicher, ob ich mich wirklich auf die lange Strecke trauen sollte. Schließlich war am Vortag die Stukenbrocker RTF mit ebenfalls sehr schönen Strecken. Aber ohne Marathon. Eigentlich hätte es mir besser gefallen, am Samstag einen Marathon zu fahren und Sonntag dann zu schauen, wie weit die Beine noch in der Lage sind, im dreistelligen Kilometerbereich Rennrad zu fahren.

Samstags war es bereits ziemlich windig bei ansonsten perfektem Wetter. Die RTF ging an Bielefeld vorbei in Richtung Vlotho, runter zur Weser und dort ein ewig langes Stück bei starkem Gegenwind an selbiger entlang, bevor es dann durchs hügelige Kalle- und Extertal wieder zurück in Richtung Stukenbrock gehen sollte. Schon relativ früh legte ich mich fest, die lange Runde zu fahren, auch auf die Gefahr hin, dass mir der Marathon am nächsten Tag mindestens weh tun würde, wenn nicht sogar ziemlich ausgeschlossen sein sollte. Aber die Tour war landschaftlich und wettertechnisch so schön, dass ich keine Lust hatte, nur eine der kürzeren Touren zu fahren. Am Ende standen dann 151km mit 1545 Höhenmetern und einem 27,9er Schnitt.

Am nächsten Tag war dann frühes Aufstehen angesagt, aber dennoch war ich mal wieder der letzte, der auf die Strecke ging. Was mir aber egal war, da ich ja ohnehin ohne Windschatten und nicht in einer größeren Gruppe fahren wollte.Knapp die Hälfte der Strecke waren mir von der Strecke her bekannt, allerdings hatte ich keine Ahnung, wo der Marathon langgeführt werden sollte. Zunächst ging es in Richtung Blomberg und Schiedersee, dann über mir unbekannte Höhenlagen wiederum bis zur Weser. Bis dahin war es schon ein ständiges Auf und Ab, bei unverändert phantastischem Wetter und ebenso unverändert sehr starkem Wind. Taktisch war es immerhin ganz gut, dass der Wind auf der ersten Hälfte von vorn blies, es also Hoffnung gab, dass es auf dem Rückweg mit Unterstützung zurück nach Bielefeld ging.

Nach 120km war ich allerdings vom Wind und vermutlich auch von den gestrigen Kilometern schon ganz schön platt und ausgelaugt, auch die Motivation war nicht mehr so richtig vorhanden. Eher lustlos rollte ich dann durch die Gegend, die mit dem Köterberg noch einen weiteren Brocken aufwartete. Bei der Verpflegung kurz dahinter nahm ich mir etwas mehr Zeit und irgendwie erholte ich mich dann doch wieder ganz gut. Die letzten 50km kannte ich ohnehin, so dass es zum Ende hin auch wieder Spaß machte, auch im Wissen, dass keine Berge mehr warteten. Zurück in Bielefeld waren es hier 208km, 2175 Höhenmeter und ein Schnitt von 26,2km/h.

Fazit: 359km mit immerhin 3720 Höhenmetern bin ich noch niemals zuvor auch nur ansatzweise an nur zwei aufeinanderfolgenden Tagen gefahren, nicht mal in der Gruppe und/oder auf Mallorca. Es hat funktioniert, aber viel mehr muss auch nicht sein. Gibt aber dennoch ein ganz gutes Gefühl, dass ich eine gewisse Grundlagenausdauer habe. Auch wenn die Laufkilometer nach wie vor fehlen. Vielleicht steht entscheide ich mich dennoch für einen Start beim Hamburg-Marathon und entscheide dann, wie die Saison so weitergehen könnte.

Apropos Laufkilometer: Wenn schon Sport, dann richtig, also an die 208km Rad noch schnell 10km in Laufschuhen drangehängt. Muss man nicht machen, kann man aber… 😉

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